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Bamberg Nix - Basketball der ganz besonderen Art

"Basketball der ganz besonderen Art!"- Dies war die Überschrift in der Hallenzeitung über das Bundesligaspiel TTL Bamberg gegen 5 GFT/ MTV Braunschweig am 10. Oktober 1992. In dieser wurde Bamberg Nix als Freizeitmannschaft des TTL vorgestellt.

Den Kontakt zum Bundesligisten knüpfte der Ex Bundesligaspieler Wolfgang Reichmann, der seit 10 Jahren als Übungsleiter, der unter dem Namen "Krückstock" spielenden Basketballern fungierte. Der Name "Bamberg Nix" setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen "Bamberg Nulls" durch. Die "ganz besondere Art" des Basketballs bezeichnet in diesem Fall eine kleiner werdende Kerngruppe, die nach dem Konzept einer offenen Halle immer wieder mit neuen Gastspielern zusammenspielten. Über die Jahre standen wahrscheinlich hunderte Bamberger zu irgendeinem Zeitpunkt einmal mit uns auf dem Feld. Nicht zuletzt, deswegen gab es immer wieder Ärger mit den Vereinen und Hallenwarten. Dies führte zu einem Wechsel vom TTL, über Gundelsheim zum SV Hallstadt.

Beim Pfingstcup, der das alljährliche Highlight für Hobby Basketballer darstellt, trugen in den bisherigen 28 Teilnahmen seit dem Jahr 1994 neben den weniger werdenden Stammspieler unzählige "Legenden" des Bamberger Freizeit Basketballs das Trikot der Bamberg Nix. Gerne erinnere ich mich an Spiele mit David, Markus, Marc, Max, Jumbo, Rolf, Luca, Michi, Jojo, Daniel, Denni, Dirk, Dorbert und Willi (der leider von uns ging) und vielen anderen. Unser Spielstil war stets von Einsatz, Defense und unorthodoxen, improvisierten Aktionen geprägt, was uns selten zu angenehmen Gegenspielern machte. Auch wenn wir den Fairnesspokal stets verpassten, war die Behauptung, dass wir Basketball als Kampfsport betreiben, etwas übertrieben.

Mit dem Wiederbeginn des Turniers nach dem coronabedingten Ausfall, begann im Jahr 2023 ein "Youth Movement", in diesem Wettbewerb sollten erstmals Erfahrung und Leadership mit junger Energie und neuen, schnellen Spielweisen verbunden werden. Im Zuge dieser Neuausrichtung übernahmen die Brüder Noah und Benni Trunda sowohl in der Halle als auch in der Teamplanung und Kaderzusammensetzung Verantwortung. So entstand eine besondere Dynamik, bei der erfahrene Spieler und Mitglieder von Bamberg Nix, mit den Freunden, welche die Brüder ins Team holten, zusammenspielten. So stehen heute Vater und Söhne Seite an Seite auf dem Spielfeld. Diese Umstellung leitete ein neues, vielversprechendes Zeitalter für uns ein. In den darauffolgenden Jahren konnten wir mit dem 11. Platz das bisher beste Ergebnis der Teamgeschichte erzielen.

In den Jahren 2024 und 2025 gelang uns dann der Sprung in die Top 10 und sogar in die Top 5. Ein deutlicher Beweis dafür, dass die generationsübergreifende Strategie aufgeht. Trotz aller Veränderung bleibt die auf Defense und Hustle basierende Identität des Teams nach wie vor erhalten. Das gesamte Team, rund um JJ und den Trundas, ist fest entschlossen in den kommenden Jahren die Spitze anzugreifen und schon bald den ersten Titel zu holen.

Text & Fotos: Michael und Benni Trunda